Was heißt "Gefährderansprache"?

Anschreiben oder persöhnliche Ansprache an in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei Sportveranstaltungen auffällig gewordenen Personen mit der Aufforderung, jegliche Aktivität zur Durchführung von bzw. Teilnahme an gewaltätigen Ausschreitungen zu unterlassen.


Verhalten bei Gefährderansprachen und Hausbesuchen

Seit der WM 2006 in Deutschland häufen sich die Gefährderansprachen und Hausbesuche der zivilen Einsatzkräfte. Die Beamten versuchen dadurch an Informationen über dich, deine Freunde, deine Gruppe, deine Wohnsituation, die Zusammenhänge und die Struktur zu bekommen, wobei sie dafür keine rechtliche Handhabe haben! Durch zahlreiche Gespräche, Auswertung von Bildern und anderen Quellen ergibt sich so dann ein großes Puzzle für diese gut geschulten Beamten.

Wie soll ich mich verhalten?

Keiner sollte mit irgendwelchen Einsatzkräften reden, da immer die Gefahr besteht, dass man Informationen preisgibt, die keinen was angehen. Sei es, man sucht nur nach einer Ausrede und nennt dabei wieder Namen und Orte ohne groß drüber nachzudenken. Stehen diese - meist zivilen Beamten - vor der Tür, ist es EUER RECHT und EURE MORALISCHE PFLICHT ihnen den Zugang und jegliche Auskunft zu verwehren. Solche Gefährderansprachen sind gesetzlich nicht geregelt und die Polizisten haben kein Recht, eure Mitwirkung daran irgendwie zu erzwingen: Die Polizei muss nicht reingelassen werden!

Man sollte die Beamten auch niemals freiwillig reinlassen, da die Polizei stetig Informationen sammelt, also auch über die Wohnsituation, wie das Zimmer ausschaut, wer da sonst noch wohnt, etc. Sprechen muss man mit Ihnen auch nicht. Es ist aber taktisch klüger, die Ansprache entgegenzunehmen und sich dann unverzüglich, bestimmt, aber höflich zu verabschieden. Die Tür nicht direkt zuschlagen. Fordert vorab eine Rechtsbelehrung von den Polizisten ein, sollten sie dieses nicht von sich aus tun.
Wichtig ist es in deinem Fanclub/deiner Gruppe über solche Hausbesuche zu sprechen, denn dieses nimmt dem Ganzen die Wirkung dieser Aktion und schafft eine Öffentlichkeit, die sie bei dem nicht gebrauchen können! Fertige ein Gedächtnisprotokoll an, um das evtl. später einmal gegen die Beamten oder für die Öffentlichkeit verwenden zu können.

Die Polizisten könnten auch bei deinem Arbeitgeber auftauchen. Das ist ein plumper Versuch der Einschüchterung, ist aber rechtlich nur erlaubt, wenn es einen Vorfall gab und dementsprechend Ermittlungen stattfinden (und diese Ermittlungen mit dem Arbeitgeber zusammenhängen).

Sollten die Polizisten bei deinen Eltern auftauchen, ist es wichtig, dass du mit deinen Eltern redest. Kläre sie über die Situation auf und sage ihnen auch, dass sie der Polizei den Zugang und jegliche Informationen über dein Privatleben verwehren sollen.
Weiterhin dürfen die Beamten weder deinen Eltern, noch dem Arbeitgeber von Einzelheiten aus laufenden Ermittlungsverfahren erzählen.

Wenn du Hilfe benötigst, kannst du dich an ein dir bekanntes UKL-, oder sUbKuLtur-Mitglied wenden. Diese können dir Kontakt zu Anwälten vermitteln, die dir weiterhelfen können, wenn es zu Einschüchterungen durch die Polizei kommt.

Ultra` Kollektiv Lübeck

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